Rabaneo (Ltd Edition)
Brodersen & Weindorf

2015 - Ajazz - A5023LE

15,90 €

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A5023LE :: Brodersen & Weindorf :: Rabaneo (Ltd Edition)

 

  1. Rabaneo   5:06
  2. Lee   3:36
  3. Frozen   6:16
  4. Mrs. Green   4:18
  5. Finn   4:22
  6. Air-Way   6:53
  7. Finn's Dance   4:23
  8. Flop-Over   5:00
  9. God Bless The Child   4:12

Kristina Brodersen (alto & soprano saxophone), Tobias Weindorf (piano)

Release 2016 © Ajazz, Wismar // Das Album ist aktuell erhältlich als Limited Edition-CD im 6-Seiten-Freestyle Digipack.

Zu den Stücken: Ein Fantasiewort ihres dreijährigen Sohnes war der Ursprung des Openers “RABANEO”. Es entfaltet sich in spielerischem Miteinander. Der Hörer wird Zeuge von ganz viel Verspieltheit – wo die improvisierten Skalen und Läufe ganz verschlungene Wege einschlagen. In der folgenden Komposition “LEE” huldigt in aufgeweckten Cooljazz-Farben Kristina Brodersen ihrem Lehrmeister und stilistischen Ziehvater Lee Konitz. Ebenso wie diese beiden jungen Jazzer lebt Konitz in Köln und es gibt nach wie vor einen gegenseitigen Austausch. “FROZEN” ist die Antwort von Weindorf, der hier seinerseits seinen Mentor John Taylor ehrt – und es geht mit einer „ECM-lastigen“ Klangwelt in atmosphärische Gefilde hinein. Aber dann passiert wieder etwas, was nur die Kombination Brodersen-Weindorf hervor bringen kann: Aus Moll-Akkordbrechungen hervorgehend, breitet sich eine lyrische Klanglandschaft. Über dieser erhebt sich die sangliche Altsaxstimme von Kristina Brodersen und formt eine tief lyrische Ballade mit regelrecht nocturnohaftem Bluesfeeling. Ganz schön viel „Entwicklungsarbeit“ in gerade einmal sechs Minuten! Überhaupt kultivieren die beiden eine Tugend, die nach Tobias Weindorfs eigenem Bekunden ebenfalls aus der Lee-Konitz-Schule herrührt: nämlich sich erst einmal improvisatorisch in das Stück hinein zu tasten, bevor schließlich das melodische Thema Gestalt an nimmt. Organische Wachstumsprozesse gehen eben am besten aus einem vertrauten Miteinander hervor. “MRS GREEN” konterkariert dann diese ganze Lyrik durch ein hellwach swingendes Spiel voller Ecken und Kanten. Da werden Vierteltriolen gegen den Strich gebürstet und lassen es markante Intervallsprünge im Gebälk knarzen – der ewige Thelonious Monk lässt grüßen. Und da die meiste Musik im Abendland immer noch auf Dur und Molltonleiter fixiert ist, wirken Ganztonskalen auf ewig unverbraucht und erfrischend exotisch. Das erklärt die nach wie vor moderne Wirkung der Musik Debussys – und war der Nährboden für Tobias Weindorfs Komposition “AIRWAY”. “FINN’S DANCE” featured Prägungen durch Paul Heller von der WDR Bigband – solche großen Klangkörper gehören maßgeblich zu den musikalischen Sozialisationsinstanzen der beiden. Und es wird kühn und unkonventionell über Akkordfolgen improvisiert, bevor diese CD mit der Ballade “GOD BLESS THE CHILD” von Billie Holiday und Arthur Herzog ihre Zielgerade erreicht.


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