Corman, Mascha / Emco
Schwanenkampf (CD)

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A5030 :: Corman, Mascha / Emco :: Schwanenkampf (CD)

 

  1. Kreislauf
  2. Berührt
  3. Kein Kinderlied
  4. Shakespeare 15
  5. Daihrää
  6. Schwanenkampf
  7. Ein Sonett in ...
  8. Verschließen
  9. Kupfern

Mascha Corman - vocals, Luis Reichard - trumpet, Jonathan Hofmeister - piano, Florian Herzog - bass, Thomas Sauerborn - drums

(c) Ajazz 2015 (CD + 4p Booklet in Gatefold Sleeve) Recording 2014


"Hast du jemals gedacht, dass Worte Farben haben? Dass der Geruch der Sprachen verschieden ist?
Fragt Mascha Corman auf einem der Stücke ihres aktuellen Projektes „Schwanenkampf“. Mit dieser verspielten Fragestellung bringt die umtriebige, in Köln lebende Sängerin, Komponistin, Lyrikerin ihr künstlerisches Programm auf den Punkt. Zusammen mit ihrer Band lotet sie feine Beziehungen zwischen Worten und Tönen aus, bzw. demonstriert, wie sehr Lyrik und Jazz doch in ihrer künstlerischen Freiheit wesensverwandt sind, wenn man diese nur ernst zu nehmen weiß. Und das tun Mascha Corman (Stimme), Luis Reichard (Trompete), Jonathan Hofmeister (Klavier), Florian Herzog (Bass) und Thomas Sauerborn (Schlagzeug) erfrischend facettenreich und stilsicher zugleich. Der Schatz der Weltliteratur ist reich – ebenso die Ideenwelt von Mascha Corman, die über so viel Inneres und Inniges so empfindsam zu dichten weiß. Es geht um Liebe und Glück, aber auch um Berührtsein durch eine Außenwelt, in der noch Schönes existieren darf. Das hat schon viel mit moderner Romantik zu tun. Auch passt ein Shakespeare-Text in diesen niveauvollen Mix, und im nächsten Moment spannt sich der Bogen weiter zum titelgebenden sprach-dadaistischen Kleinod „Schwanenkampf“ aus der Feder des empfindsamen Anarchisten Erich Mühsam. Auch er wurde von den Nazis ermordetet, weil diese den freien Geist fürchteten. Auf „Schwanenkampf“ lebt dieser umso freier, ebenso wie eine im besten Sinne „angewandte“ Jazzkultur durch die hier beredet aufspielenden Musiker. Mascha Cormans samtweiche Stimme pendelt dabei zwischen spoken Words und einem Jazzgesang, der nie zu dick aufträgt. So kann alles eins werden: Worte, Sätze, Metaphern, Gefühle, Melodien. Und eben auch Farben und Gerüche."
Stefan Pieper / Jazzthetik